Gott kommt zu uns – in die Baustellen unseres Lebens

Bild BaustellenkrippeDamit hatte damals niemand gerechnet – am wenigsten die Hirten auf den Feldern von Betlehem. Doch sie sind die ersten, die die unglaubliche Nachricht erfahren: Gott wird Mensch, mitten unter uns. Aber nicht im königlichen Palast und auch nicht im Tempel von Jerusalem. Nicht einmal eine Herberge oder ein Gasthaus stehen für die Geburt Jesu bereit. Ein armseliger, baufälliger Stall am Stadtrand von Bethlehem wird zum Ort der Menschwerdung Gottes.

Gott scheint das Unscheinbare und Unvollkommene, ja, das Baufällige zu bevorzugen, um mit uns Menschen in Kontakt zu kommen. Genau darauf macht die Baustellenkrippe des Ettlinger Bildhauers Rudi Bannwarth aufmerksam. Ein Baucontainer am Rande einer Großstadt. Ein Ort, wo sich niemand gerne aufhält. Und doch ein Ort der Begegnung. Es sind nicht die Hirten von damals, sondern Personen unserer Zeit. Abgesehen von einem neugierigen Schäfchen, einem Esel und einem Ochsen hat diese Krippendarstellung wenig gemeinsam mit den traditionellen Weihnachtskrippen.

Mit einer solchen Krippe rechnet man nicht. Sie überrascht, irritiert, provoziert, regt zum Nachdenken an: Könnte es nicht sein, dass Gott auch heute noch in unsere Welt kommen möchte? Egal wie die Baustellen unseres Lebens auch heißen mögen – die überraschende Botschaft des Weihnachtsevangeliums lautet: „Fürchte dich nicht, … ich verkünde euch eine große Freude…“

Lassen auch Sie sich überraschen, von dieser frohen Botschaft und von der Krippe in St. Stephan. Herzliche Einladung zum Krippenbesuch in der Stephanskirche vom 26. November 2019 bis 6. Januar 2020!