Irrgarten oder Labyrinth?

In einem Irrgarten kan man sich verirren, falsche Wege nehmen und das Ziel verfehlen. Ein Labyrinth dagegen führt immer zur Mitte, auch wenn es oft nicht danach aussieht. Schritt für Schritt nach vorne und um die Kurve und manchmal scheinbar zurück. Jeder Schritt ist richtig, weil er zum Ziel führt. Es gilt durchzuhalten, in der Spur zu bleiben, anzukommen. Kein Tag, keine gute oder schlechte Erfahrung kann ausgelassen werden. Alles gehört dazu und gewinnt Sinn, wenn ich es als Teil meines Weges begreifen lerne.

Diese Erfahrung haben Hunderte von Menschen beim beleuchteten Labyrinth am Vorabend des 3. Advent zwischen dem Christkindlesmarkt und dem Kinderland St. Stephan gemacht: das begehbare Labyrinth auf der Wiese neben der Citykirche wurde von 400 Kerzen erhellt, die die Passanten selber auf den Weg stellen und in die Mitte gehen durften. Dabei gab es gute Begegnungen untereinander, nachdenkliche Gesichter, Stärkung, Fragen und die Zuversicht, dass Gott alle Wege begleitet, auch die noch nicht erleuchteten…