Der Alltag beginnt wieder…

Und plötzlich sind 6 Wochen Sommerferien oder 3 Wochen Urlaub vorbei! Der Alltag steht vor der Tür, die Kinder und Jugendlichen müssen wieder in die Schule, Vereine und Kirchengemeinden erwachen zu neuem Leben. Das war’s erstmal mit der Zeit ohne morgendliches Weckerklingeln und Termindruck, ohne verstopfte Straßen und Busse zwischen 7:30 und 8:00 Uhr, ohne Hektik. Waren Ihre Ferien erholsam? Konnten Sie es genießen, sich treiben zu lassen und viel Zeit mit lieben Menschen zu verbringen? Oder gab es Urlaubskoller, Sehnsucht nach den Freunden und Kolleginnen des Alltags und ein Vermissen vom ganz normalen Rhythmus? Wie ist Ihre Bilanz der vergangenen Sommerwochen?

Unabhängig davon, wie die Sommerferien waren, es beginnt jetzt für viele von uns ein neuer Abschnitt. Haben Sie auch gute Vorsätze gefasst? Also, ich werde in Zukunft mehr Pausen einbauen, Fotos vom schönen Urlaub anschauen, mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen, Kurzurlaub im Alltag machen und zum Beispiel in die Sauna oder tanzen gehen. Und wenn ich es nicht schaffe, ist ja bald Silvester und Gelegenheit für neue Vorsätze…

Solche Vorsätze sind wie eine Brücke von der Urlaubswelt in den Alltag, die ein kleines Stück der Ferienstimmung hinüber retten sollen. So ist es ja manchmal bei Weltenwechseln: zwischen Arbeit und Freizeit, Kontakt zu KollegInnen und Familie, der Rolle der Mutter und der der Freundin oder dem Chefsein und Leben als Ehemann. Welche Welten haben Sie? Wie sehen Ihre Brücken aus? Wer begleitet Sie von der einen in die andere Welt oder wie integrieren Sie sie?

Mir hilft dabei der Gedanke, dass Gott mitgeht! Immer dann, wenn ich mich spüre und mir selber ganz nah bin, bin ich auch Gott spürbar nah. Er ist auch sonst da, aber das merke ich ja leider nicht immer. Ich werde Gott bitten, mir beim Weltenwechsel in den Alltag zu helfen, mir in bestimmten Situationen einen Anruf (bei) einer lieben Freundin zu ermöglichen oder meinen Blick auf ein Urlaubsandenken zu lenken. Oft sind es ja die kleinen Dinge, die den Alltag heller machen und etwas von der Botschaft aufblitzen lassen, dass ich nicht alleine bin mit meiner Last und inneren Unruhe.
Ich wünsche uns allen einen guten und ruhigen Einstieg in den “ganz normalen Wahnsinn”!

Antke Wollersen (mit freundlicher Genehmigung des WO am Sonntag)